Der "Senftenberger See" ist aus dem ehemaligen Tagebau Niemtsch entstanden.
Dieser künstlich entstandene Binnensee gehört zu den größten
in Europa. Der See hat eine Wasserflächevon ca. 1.250 ha mit
einem Wasservolumen von etwa 180 Mill. m³. Dieses setzt sich
zusammen aus etwa 80 % Grundwasser und 20 % Oberflächenwasser
aus der "Schwarzen Elster" sowie Regenwasser. Die mittlere
Wassertiefe liegt bei 18 m. Die Insel im See mit einer Fläche von
ca. 250 ha ist als Folge der Bergbautechnologie entstanden.
Wegen der Rutschungsgefahr ist das Betreten dieser Insel verboten.
Sie wurde 1981 zum Naturschutzgebiet erklärt. Hier kann man sehr
deutlich beobachten, wie sich die Natur nach einem schweren Eingriff
wieder regeneriert. Neben Wildschwein, Kaninchen, Reh und Fuchs
sind hier zahlreiche Wasservogelarten heimisch geworden. So finden
sich hier zum Beispiel Schwäne, verschiedene Möwen- und Entenarten
sowie Graureiher und Kormorane, aber auch Fischadler, ein.
Bei ihrem Zug in den Süden nutzen im Herbst Tausende Graugänse
den Inselbereich als Rastplatz. Am 1. Juni 1973 wurde der See im
Strandbereich Großkoschen für die erste Badesaison freigegeben.
Seither erfreut sich der "Senftenberger See" wachsender Beliebtheit.
Im Feriendorf in Großkoschen können täglich etwa 3000 Personen
in Ferienhäusern, Caravans, Wohnwagen oder Zelten übernachten.
Von Mai bis September erholen und entspannen durchschnittlich bis
zu einer Million Tagesgäste rings um den See. Neben Sonnenbaden,
Schwimmen, Tauchen, Segeln oder Surfen kann natürlich auch
geangelt werden. Wer Ausdauer und Glück hat, dem geht vielleicht
ein Karpfen, Hecht, Barsch, Aal oder Zander an den Haken.
Auch auf einer Wanderung, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad um
den "Senftenberger See" - entlang der 20 km Uferlänge - gibt
es für
Naturliebhaber viel Interessantes zu entdecken. |